two people inspect products at the factory
Experten unter sich.

Wenn Meister ihres Fachs gemeinsame Sache machen.

Als bei Atria, einem der führenden Lebensmittelunternehmen Dänemarks, die Produktionskapazitäten knapp wurden, wandte sich das Traditionsunternehmen an einen ebenso führenden Systemanbieter für Schneide- und Verpackungslinien: Weber Food Technology. Gemeinsam haben die beiden Meister ihres Fachs eine Lösung kreiert, die auf mehr als einer Ebene von wahrer Könnerschaft zeugt.

Produkt
Verschiedene Produkte wie Roast-Beef, Rullepølse, Salami oder Kochschinken
Herausforderung
Effizienzsteigerung zur Erweiterung der Produktionskapazität
Projekt-Dauer
2 Jahre

„Good Food – better mood“ heißt der Slogan des dänischen Lebensmittelunternehmens Atria und er bringt den Anspruch auf den Punkt, der Favorit der Dänen zu sein, wenn es um die Wahl der Fleischprodukte geht, die auf das Smørrebrød finden. Aufschnitt, Peperoni, Würstchen und Speck produziert Atria für den dänischen und englischen Markt und das seit über 75 Jahren äußerst erfolgreich. So erfolgreich, dass Atria in der jüngsten Vergangenheit auf ein Kapazitätsprobleme zusteuerte: „Unsere größte Herausforderung war unsere Produktionskapazität“, erzählt Jan Kokborg, technischer Leiter von Atria, „wir hatten keine ausreichende Betriebslaufzeit und Ausbringungsmengen auf den Bestandlinien.“ Auch mit mehreren Linien und Überstunden war dem Problem nicht beizukommen. Und für eine Erweiterung der Produktionskapazitäten durch zusätzliche Anlagen war in der Produktionshalle kein Platz vorhanden. Die Lösung konnte darum nur eine sein: eine deutliche Steigerung der Produktionseffizienz und Wirtschaftlichkeit.

Atria hatte sehr konkrete Vorstellungen davon, wie diese Ziele realisiert werden sollten: Neben einer deutlichen Steigerung der Ausbringungsleistung sollte sich die Anzahl der Produktionslinien möglichst verringern, um kostbaren Platz in der Produktionshalle einzusparen. Dadurch sowie durch eine Erhöhung des Automatisierungslevels sollte außerdem Personal eingespart werden. Was den Umgang mit Ressourcen und Rohstoffen betraf, wollte Atria die Produktausbeute maximieren und darüber hinaus insbesondere Kunststoff in der Verpackung einsparen. Und schlussendlich sollte die Lösung so flexibel sein, dass sie auch an künftige Anforderungen problemlos angepasst werden könne. Für die Entwicklung eines solchen Anlagenkonzepts musste ein Partner her, der sich mit Linien- und Automationslösungen für die Lebensmittelindustrie so gut auskennt, wie Atria mit den Wurstvorlieben der Dänen.

Zwei Partner, ein Ziel: Kundenzufriedenheit.

Mit Weber Food Technology hat Atria diesen Partner gefunden und überdies einen, der es sich ebenso wie Atria selbst auf die Fahnen geschrieben hat, den Kunden nicht nur verstehen, sondern ganz und gar zufriedenstellen zu wollen. „Unseren Kunden genau zuhören, verstehen und gemeinsam immer neue und noch bessere Lösungen finden: Das ist unser Anspruch, der uns immer wieder zu Höchstleistungen antreibt“, so beschreibt Tobias Weber, CEO von Weber Food Technology, den Weber-typischen Ansatz der Zusammenarbeit. Und dass er mit seiner Aussage beim Wort zu nehmen ist, beweist die enge Zusammenarbeit von Atria und Weber: Rund zwei Jahre haben sich die Partner dafür Zeit genommen, die Produktionsprozesse von Atria zu evaluieren, alle Anforderungen zu erfassen und die individuellen Herausforderungen zu verstehen, um das beste Linien-Setup zu finden. „Wir haben Weber gezeigt, welche Produkte wir auf der Linie herstellen, wir haben besprochen, welche Packungen auf der Linie produziert werden sollen und wie man das am effizientesten umsetzt“, erinnert sich Jan Kokborg. Und Ole Balzer, Geschäftsführer von Weber in Dänemark, ergänzt: „Weil Atria Naturprodukte verarbeitet, die durch ihre ungleichmäßige Form und Länge besondere Herausforderungen an die automatisierte Verarbeitung stellen, wurden im Rahmen der Projektierung auch Produkte von Atria auf Weber-Linien in Deutschland getestet.“ Erst als die Experten beider Unternehmen davon überzeugt waren, die beste Lösung konzipiert zu haben, die auch aus den wertvollen Naturprodukten das Maximum herausholt, wurde die Planung abgeschlossen und das Projekt realisiert.

weber line with sliced products

Maximale Wertschöpfung auf ganzer Linie.

Die Weber-Lösung für Atria startet mit einem weSCAN Laserscanner und einem Slicer weSLICE 9500 inklusive Variotechnolgie. Diese Kombination ist für Atria ein echter Gamechanger. Denn diese beiden Linienmodule liefern die Grundlage dafür, dass Atria sein breites Produktspektrum auf nur einer Linie verarbeiten kann und das unabhängig davon, ob es sich dabei um Kaliberware handelt oder um unregelmäßige Naturprodukte. „Der weSCAN erkennt die Form und das Gewicht eines Produkts und überträgt diese Daten an den Slicer“, erklärt Ole Balzer von Weber, „so kann der weSLICE jede Portion jedes individuell beschaffenen Produktes präzise aufschneiden – mit der richtigen Anzahl an Scheiben, der richtigen Scheibenstärke, dem richtigen Gewicht und der richtigen Qualität.“ Atria kann dadurch nicht nur die Produktausbeute maximieren sowie das Give-away minimieren, was die Wertschöpfung der Produktion steigert, sondern wird zudem auch deutlich flexibler. So kann das Unternehmen mit den Bestandsanlagen unmittelbar auf Produkttrends oder Saisonanforderungen reagieren und ist bereits heute für Anforderungen gerüstet, die neue, zukünftige Aufschnitt-Ideen an die Produktion stellen könnten.

Zu dieser Zukunftssicherheit trägt ebenfalls der Pick Roboter von Weber bei, welcher als Automatisierungskomponente an den Slicer anschließt. „Auf die Flexibilität des Pickers hat Atria besonderes Augenmerk gelegt“, erinnert sich Balzer. „Der Kunde kennt seine aktuellen Anforderungen, aber nicht, was er in Zukunft brauchen wird.“ Gemeinsam habe man sich darum für einen 3-fach Picker entschieden. Der Weber wePICK legt Aufschnitt und Stückware mit einer Geschwindigkeit von bis zum 150 Picks pro Minute in die Verpackung ein. In der 3-fach-Variante bietet er Atria nicht nur eine hohe Ausbringungsleistung, sondern zusätzlich Flexibilität wie beispielsweise die Möglichkeit, Aufschnittportionen um 90 Grad zu drehen, bevor diese in die Verpackung eingelegt werden.

Lise Østergaard - CEO Atria Denmark

"Wir sind ein traditionelles Unternehmen. Aber auch wir müssen mit der Zeit gehen und ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten und Effizienzsteigerungen suchen.“

Lise Østergaard - CEO Atria Denmark

"Wir sind ein traditionelles Unternehmen. Aber auch wir müssen mit der Zeit gehen und ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten und Effizienzsteigerungen suchen.“

Ganzheitliche Lösung aus Hardware und digitalen Produkten.

Und auch mit der Integration der Tiefziehverpackungsmaschine wePACK 7000 konnte Weber auf einen Wunsch von Atria eingehen: in höchsten Leistungsbereichen zu verpacken und nachhaltiger zu produzieren. „Wir brauchten eine neue Verpackungslösung, um einen besseren Preis am Markt zu erzielen und gleichzeitig aus Nachhaltigkeitsgründen den Kunststoffverbrauch zu reduzieren“, erzählt Lise Østergaard, Geschäftsführerin von Atria in Dänemark. Weil die wePACK 7000 auch nachhaltige, ressourcensparende Materialien wie Monofolie und Papierfolie verarbeiten kann, spart Atria nun bei der Verpackung seiner Aufschnitt-Spezialitäten Kunststoffe ein. Ein Umstand, der bei Atria so gut ankam, dass noch während der gemeinsamen Entwicklung der Linienlösung eine neue, nachhaltige Verpackung für den dänischen Markt entwickelt und die Verpackungsmaschine einer weiteren Bestandslinie in der Atria-Produktionshalle durch eine neue wePACK 7000 ersetzt wurde. „Wir sind ein traditionelles Unternehmen“, betont Lise Østergaard, „aber auch wir müssen mit der Zeit gehen und ständig nach Verbesserungsmöglichkeiten und Effizienzsteigerungen suchen.“

Um diese Anforderungen zu realisieren und alle verfügbaren Potenziale zu heben, gehören neben innovativer Hardware auch digitale Produkte zum ganzheitlichen Lösungspaket, das bei Atria zum Einsatz gekommen ist. Die Weber OneControl Technologie zum Beispiel, die es Kokborg und seinem Team erlaubt, die komplette Linie von jedem beliebigen Bedienterminal an der Linie im Blick zu behalten und zu bedienen. Darüber hinaus nutzt Atria das Weber Factory Cockpit und Durablade®Care. Das FactoryCockpit fungiert als Kommandozentrale und stellt alle Informationen wie Produktionsdaten, Analysen und Reports rund um die Uhr in Echtzeit zur Verfügung. Herzstück ist ein übersichtliches Dashboard, in dem der Live-Status sowie alle relevanten Leistungs- und Qualitätsdaten linienbezogen auf einen Blick dargestellt werden – von Give-away und Yield über Gutproduktion und Packungen pro Charge bis hin zu Verfügbarkeit und Gesamtanlageneffektivität (OEE). Den Produktionsverantwortlichen bei Atria ist es dadurch jederzeit möglich, die aktuelle Produktionssituation einzusehen und schnell auf Abweichungen reagieren zu können. Mithilfe des digitalen Messermanagements Durablade®Care ist Atria außerdem in der Lage, ihre Weber Durablade Slicermesser bestmöglich und abgestimmt auf Produkt und Anwendung einzusetzen, Kosten zu sparen und die Effizienz ihrer Produktionslinien zu steigern.

two persons with finished atria products

Gemeinsam in die Verlängerung.

"Mit der neuen Komplettlösung von Weber schaffen wir es, auf einer Linie mehr Packungen zu produzieren als bisher mit zwei Linien“, freut sich Jan Kokborg darüber, dass mangelnde Produktionskapazitäten für ihn der Vergangenheit angehören. Ebenso wie der Mangel an Raum in der Produktionshalle: denn durch die besonders kompakte Bauweise der Weber-Linie würde eine Menge Platz frei, sagt er. Zusammen mit dem hohen Automationsgrad der Anlage spare Atria Geld und Personal in der Produktion ein, das nun an anderer Stelle eingesetzt werden könne, so Kokborg weiter. Die Zusammenarbeit mit Weber bewertet Jan Kokborg darum als „ausgezeichnet“! Und auch, wenn der technische Leiter weiß, dass er „seine“ Produktion mit der Linienlösung von Weber nicht nur für den Moment auf Stand gebracht hat, sondern gleichermaßen für die Zukunft, sagt er mit einem Lächeln: „Ich würde wieder Weber anfragen, wenn ich eine neue Linie brauche.“ Genau aus diesem Grund wird die Zusammenarbeit von Atria und Weber Food Technology auch nicht mit der Inbetriebnahme der Linie enden. Im Rahmen der Weber After Sales Services, beispielsweise in Form von bereits vereinbarten jährlichen Wartungsterminen, werden die beiden Unternehmen ihren gemeinsamen Weg noch weiter miteinander gehen und sich bestimmt zu weiteren Höchstleistungen inspirieren können.

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